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Ja zum Stimmrechtsalter 16: Die Jungen sind bereit, ihren Kanton mitzugestalten!
Medienmitteilung

Ja zum Stimmrechtsalter 16: Die Jungen sind bereit, ihren Kanton mitzugestalten!

By admin 4. September 2026 No Comments

 

Am 27. September 2026 stimmt die Bündner Stimmbevölkerung über die Teilrevision der Kantonsverfassung ab. Bei einem Ja dürfen 16- und 17-Jährige künftig in kantonalen und kommunalen Angelegenheiten abstimmen und wählen. Das passive Wahlrecht bleibt bei 18 Jahren. Auf Bundesebene ändert sich nichts.

Der Grosse Rat hat die Vorlage am 22. April 2026 mit 73 zu 34 Stimmen bei 1 Enthaltung verabschiedet und empfiehlt ein Ja.

Im Kanton Graubünden und in seinen Gemeinden beginnt das Stimm- und Wahlrecht mit 18 Jahren. Die Teilrevision der Kantonsverfassung senkt diese Grenze für kantonale und kommunale Angelegenheiten auf 16 Jahre. Wählbar bleibt, wer volljährig ist. Betroffen sind rund 3000 Personen, etwa zwei Prozent der Stimmberechtigten. Diese sinnvolle Erweiterung ermöglicht es, den jungen Menschen ihren Kanton früher mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen. Sie sind bereit dafür.

 

Mit 16 trägt man bereits Verantwortung

Mit 16 wählt man den Berufsweg, beginnt die Lehre und entscheidet über die eigene Religionszugehörigkeit. Die Rechtsordnung traut jungen Menschen in diesem Alter längst eigene Entscheidungen zu; eine einheitliche Altersgrenze für alle Rechte und Pflichten kennt sie nicht. Politisch bleiben 16- und 17-Jährige dennoch aussen vor. Wer in diesem Alter Verantwortung übernimmt, soll auch mitbestimmen können.

 

Wer teilhat, übernimmt Verantwortung

Entscheide über Kantonsfinanzen, Infrastruktur und Raumplanung wirken über Jahrzehnte. Am längsten leben die Jungen damit. Sie früh einzubeziehen heisst deshalb nicht, ihnen etwas zu schenken, sondern sie früh in die Pflicht zu nehmen. Das stärkt den Generationenvertrag und bindet junge Menschen stärker an ihrem Heimatkanton.

 

Die politische Reife ist untersucht

Der häufigste Einwand lautet, 16-Jährige seien noch nicht so weit. Die Forschung zeigt etwas anderes: Eine Studie des Zentrums für Demokratie Aarau aus dem Jahr 2025 mit rund 4000 Befragten zwischen 16 und 25 Jahren kommt zum Schluss, dass sich 16- und 17-Jährige in politischem Interesse und Verantwortungsgefühl nicht von den 18- bis 25-Jährigen unterscheiden. Auch die Regierung stützt sich in ihrer Botschaft auf diese Untersuchung. Eine Prüfung der politischen Reife kennt das Stimmrecht im Übrigen für niemanden.

 

Klare Zustimmung im Grossen Rat, breite Trägerschaft im Kanton

Die Vorlage geht auf einen Auftrag des Grossen Rats aus der Junisession 2022 zurück. Die Regierung hat sie im Dezember 2025 zuhanden des Parlaments verabschiedet, der Grosse Rat sie am 22. April 2026 mit 73 zu 34 Stimmen bei 1 Enthaltung dem Stimmvolk vorgelegt, mit einer klaren Ja-Empfehlung. Getragen wird das Anliegen von sieben Bündner Parteien und Jungparteien. Der Aufwand für die Umsetzung ist gering: Es braucht weder neue Behörden noch ein neues Abstimmungsverfahren.

Die Jungen Grünen, die Junge Mitte Graubünden, die JUSO Graubünden, die Grünen Graubünden, die GLP Graubünden, die Mitte Graubünden und die SP Graubünden empfehlen am 27. September 2026 ein Ja zum Stimmrechtsalter 16.

 

Mehr Informationen finden Sie hier im Factsheet.

 

Kontakt für Medienschaffende: medien@diejungemitte-gr.ch

 

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